In einer zunehmend globalisierten Welt, in der Internationalität und Interkulturalität den Alltag prägen, finden Kommunikation, Interaktion und Zusammenarbeit über Länder- und Kulturgrenzen statt.

Methodisch eingesetzte Metaphern können bildhafte Zugänge in verborgene Zuschreibungen öffnen
Bildhafte Zugänge in verborgene Zuschreibungen
Mit tierischen Charakteren lassen sich z.B. Teamsituationen oder Führungsthemen gut visualisieren. Die inviduell den Tierfiguren zugeschriebenen Eigenschaften machen verborgene Themen auf der Beziehungs- und Arbeitsebene sichtbar und laden zum Gespräch ein. Tierische Eigenschaften werden kulturell vielfältig interpretiert und laden dazu ein, eigene Blickwinkel und Perspektiven zu überdenken und neu anzureichern.
So wie den Tieren in Fabeln bestimmte Eigenschaften zugeschrieben werden, neigen auch Menschen untereinander zur Bildung von Stereotypen. Die Klärung von verschiedenen Zuschreibungen kann helfen, eine bessere Balance im gemeinschaftlichen Miteinander herzustellen.
Zugänge in innere Welten
Ein möglicher klassischer Zugang findet sich in dem Konzept des „Konferenz-Zoos“ nach Sarah Dorst (2007), an dem sich diese Karten orientieren. Stühle werden mit tierischen Metaphern belegt und ermöglichen die (Er-)Öffnung von Gesprächen.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, sich mit eigenen erlebten Stereotypen oder Vorurteilen auseinanderzusetzen und sich von Leitfragen begleitet in die Reflexion zu begeben. Beispiele können sein „Wie habe ich mich gefühlt, als ich mit einem Vorurteil konfrontiert war?“ oder „Was soll sich in unserer Kommunikation verändern, damit wir uns respektvoll begegnen können?“
Die besondere Herausforderung liegt darin, dass die Auseinandersetzung mit den Karten nicht in eine „Bewertung“ abgleitet. Deshalb empfiehlt es sich, Regeln aufzustellen und die Gespräche durch gezielte Fragen zu begleiten. Hilfreich kann hier auch das zirkuläre Fragen sein, das den systemischen Kontext mit in den Blick nimmt und von Ursache-Wirkungen-Beziehungen befreit.